Ökostrom – ist er wirklich teurer?
Der Wunsch nach Ökostrom ist nach dem verheerenden Zwischenfall rund um das Akw Fukushima in Deutschland stark gestiegen. Immer mehr Menschen möchten nicht mehr dem Risiko eines atomaren Zwischenfalls ausgesetzt werden und verlangen daher den Ausstieg aus der Atomkraft. Bisher waren immer die Strompreise ein Hauptargument für die Befürworter der Atomkraftwerke. Doch stimmt das? Ist Ökostrom wirklich so viel teurer?
Ökostrom ist natürlich etwas teurer. Doch es macht bei weitem nicht so viel aus, wie man das annimmt. Was aber noch viel wichtiger ist, dass man das Gefühl hat, etwas für die Umwelt zu tun. Dazu trägt auch das Unglück in Fukushima bei. Denn seitdem diskutiert auch die Politik immer wieder über das Thema Ökostrom. Das ist auch wichtig, denn die Menschen müssen darüber aufgeklärt sein. Viele Deutsche sind derzeit dazu bereit, für „sauberen“ Strom tiefer in die Tasche zu greifen. Das Argument, dass Strom so für eine Familie nicht mehr bezahlbar ist, zählt schon längst nicht mehr. Am Ende macht es im Monat nur ein paar Euros aus. Im Vergleich zu dem Schaden, der durch einen atomaren Zwischenfall verursacht wird, ist das natürlich ein Witz.
Aufgrund der hohen Nachfrage reagierten in der Vergangenheit natürlich auch die Versorger. Mittlerweile bietet jeder Anbieter Ökostrom an. Das wiederum führt natürlich zur Senkung der Kosten. Am Ende profitiert so nicht nur der Kunde, sondern auch die Umwelt. Diesen Aspekt sollte man bei allen Sparmaßnahmen nie aus den Augen verlieren. Denn Schäden an der Umwelt lassen sich in der Regel nicht so einfach wieder reparieren.
Generell kann also festgehalten werden, dass heute der Preis eigentlich nicht der ausschlaggebende Punkt bei der Entscheidung „Ökostrom: Ja oder Nein“ sein sollte. Die Unterschiede sind aufgrund der gestiegenen Nachfrage und des größeren Angebots so marginal, dass man in der Regel lieber zur grüneren Version greifen sollte. Allerdings bleibt das letzen Endes doch immer die Entscheidung des jeweiligen Kunden …